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Königsfeld, Juli 2006. Gemälde mit lyrischen Elementen gibt es ab Anfang August in der Galerie KulturZeit in der Albert Schweitzer Klinik, MediClin. Für einen Monat zeigt die Königsfelder Künstlerin Rita Gabler Ihre Encaustic-Bildtafeln. Eröffnet wird die Ausstellung „LebensSpuren“ mit der Vernissage am 4. August 2006.
Was ist Encaustic? „Encaustic" leitet sich vom griechischen "enkausis" ab und bedeutet soviel wie "einbrennen" oder "erhitzen". Bereits in der Antike wurde mit heißem, farbpigmentiertem Wachs gemalt. Heute wird heißflüssige Wachsfarbe mit einem Maleisen aufgetragen und auf Papierflächen verstrichen. Eine ideale Technik, um die Freude am Malen zu erleben und den Zauber der Antike mit moderner Formgebung und Technik zu verbinden. Rita Gabler beeindrucken die Eigenschaften des pigmentierten Wachses beim Experimentieren unter Wärmeeinwirkung. Dabei sind ihr die haptischen Eigenschaften und die Veränderbarkeit des Materials während des Arbeitens schöpferische Quelle.
Bilder gestalten ist für Rita Gabler eine unmittelbare Verarbeitung von Erspürtem oder Erfahrenem. Im Schaffensprozess leben existentielle Gefühle wie Angst, Wut, Trauer, Ergriffenheit, Freude und Innigkeit. Im Bild ist sie ganz im entsprechenden Gefühl. Sie arbeitet so lange daran, bis es stimmig ist. Genauso ist das beim Schreiben. Eine leidvolle und langwierige Schmerzerfahrung liegt z.B. dem Titelbild dieser Ausstellung zugrunde. Inspiriert durch die Arbeit in der Werkstatt eines Mühlenbauers entstand im Lauf von zehn Jahren aus dem Sujet der Mühlenräder die bildliche Inszenierung eines inneren Lebensabschnitts: „Düster-mild gerädert spürst Du keinen Schmerz noch Mut“. In diesem wie in vielen ihrer Bilder greift die Künstlerin dabei ihre Intention auf, das Leben zu spüren, es quasi nachzuspuren und so Leben sichtbar zu machen: Lebensspuren!
Kunst als Therapeutikum ist bei Rita Gabler bereits in der Kombination ihrer Berufe angelegt. Als Künstlerin und als Pädagogin an der Schule für Körperbehinderte in Villingen, bieten ihre Bilder den Patienten in der Albert Schweitzer Klinik die Chance, die eigene Krankheit und die eigenen Gefühle anhand der Bilder zu erspüren und zu verarbeiten.
Infoblock
„LebensSpuren“ von Rita Gabler
Galerie KulturZeit in der Albert Schweitzer Klinik, MediClin
Vernissage: Freitag, 4. August 2006, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 4. August 2006 bis 28. August 2006
Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr
Über die MediClin
Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und einer der größten Anbieter in den Bereichen Neuro-, und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 30 Klinikbetrieben, acht Pflegeeinrichtungen und zwei Medizinischen Versorgungszentren in elf Bundesländern verfügt die MediClin über eine Gesamtkapazität von rund 7.700 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken dies sind Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, der Schwerpunktversorgung und Fachkliniken und um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 6.900 Mitarbeiter.
Über die Albert Schweitzer Klinik
Die Albert Schweitzer Klinik gehört zur MediClin und ist eine Fachklinik für Herz-, Kreislauf-, Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen. Die 1977 erbaute Klinik verfügt über 289 Betten und beschäftigt 155 Mitarbeiter.
Für weitere Informationen:
Albert Schweitzer Klinik, MediClin
Dr. Hartmut Müller
Kaufmännischer Direktor
Parkstr. 10 · 78126 Königsfeld
Telefon 07725/96-2233 · Telefax 07725/96-2297
E-Mail info@ask.mediclin.de
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